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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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ven alle Kraft benähme, dessen Arm und Waffe sogleich nie-dersanken. Hartley trat ohne weiteren Widerstand ein undbefand sich jetzt in einem Haine von Magnolien, durch welchedas erste Viertel des Mondes unter dem Murmeln vonQuellen, dem lieblichen Gesang der Nachtigall und den Düf-ten der Rose, des gelben Jasmins, der Orangen- und Zitro-nenblüthen und der persischen Narzisse einen schwachen Scheinwarf. Hohe Kuppeln und Bögen, die man in dem unbe-stimmten Lichte noch undeutlich sah, schienen die Nähe einesheiligen Gebäudes anzudeuten, wo der Fakir ohne Zweifelseine Wohnung hatte.

Hartley eilte so schnell wie möglich vorwärts, trat ineine Seitenthüre und einen niedrig gewölbten Durchgang, andessen weiterem Ende sich eine zweite Thüre befand. Hierblieb sein Führer stehen, wies aber auf die Thüre, und gabdurch Zeichen zu verstehen, der Europäer möge eintreten.Hartley befolgte die Anweisung und befand sich in einer klei-nen Zelle, wie wir eine solche schon früher beschrieben haben;in derselben saß Barak el Hadschi mit einem andern Fakir,welcher nach der außerordentlichen Würde eines weißen Bar-tes zu urtheilen, der auf jeder Seite des Gesichtes bis zu denAugen reichte, eine Person von großer Heiligkeit und Bedeu-tung sein mußte.

Hartley sprach den gewöhnlichen Gruß Sslam Llaikum imbescheidensten und achtungsvollsten Tone aus; sein Frenndwar aber so weit entfernt, seiner früheren Vertraulichkeit zuentsprechen, daß er noch einen Blick aus seinen älteren Ge-fährten warf und auf einen dicken Teppich hinwies, auf welchender Fremde sich nach der Landessitte mit gekreuzten Beinenniederließ. Ein tiefes Stillschweigen herrschte mehrere Mi-nuten lang; Hartley kannte zu wohl die orientalischen Ge-