nämlich, bevor ich Middlemas verließ, wie er die Sache mitHerrn Lawford besprach. Ich erinnere mich vollkommen, daßer das Gesetz so darlegte, wie ich es so eben von Euch ge-hört habe."
„Und was erwiderte Lawford?" fragte Middlemas.
„Er gestand ein," antwortete Hartlep, „daß solche Voraus-setzungen rechtlicher Geburt als rechtsgültig unter Umständenzugestanden werden könnten, in welchen ein zweifelhafterFall vorliege; er fügte jedoch hinzu, dieselben müßten durchbestimmtes und genaues Zeugniß kraftlos werden, z. B.wenn die Mutter die Unrechtmäßigkeit ihres Kindes er-kläre."
„Allein dergleichen kann in meinem Fall nicht vorhandensein," fiel Middlemas hastig und mit offenbarer Bestür-zung ein.
„Ich will Euch nicht täuschen, Herr Middlemas, obgleichich besorgen muß, Euch Kummer zu verursachen; ich hattegestern eine lange Unterredung mit Eurer Mutter, FrauWitherington, worin fie Euch als ihren Sohn anerkannte,welcher jedoch vor der Ehe geboren sei. Diese aus-drückliche Erklärung wird deßhalb alle Voraussetzungen been-digen, worauf Ihr Eure Hoffnungen baut. Wenn es Euchbeliebt, könnt Ihr den Inhalt ihrer Erklärung vernehmen,die ich in ihrer eigenen Handschrift besitze."
„Verflucht! Soll mir der Becher immer von den Lippenweggeriffen werden?" murmelte Richard; er erlangte jedochdurch die Selbstbeherrschung, welche er in hohem Grade be-saß, sogleich seine Fassung wieder und bat Hartlep in seinerMittheilung fortzufahren. Hartlep setzte ihn somit von denUmständen, welche seiner Geburt vorangingen, und denjeni-gen, welche darauf folgten, in Kenntniß, während Middle-