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„Herr Richard Middlemas, Ihr thut mir leid."
„Herr Adam Hartley, ich bitte Euch, mir zu sagen, weß-halb Ihr mich mit Eurem Mitleiden beehrt."
„Ich bemitleide Euch," sagte Hartley, sowohl wegen derHartnäckigkeit Eurer Selbstsucht, womit Ihr an Reichthumnach dem Austritt von gestern Abend noch denken könnt, wieauch wegen der eitlen Träumerei, die bei Euch den Glaubenerweckt, daß Ihr denselben erlangen könnt."
„Ich wäre selbstsüchtig?" ries Middlemas auS- „Ich binim Gegentheil ein pflichtgetreucr Sohn, welcher das Anden-ken einer verläumdeten Mutter zu reinigen sucht — ich über-ließe mich Träumereien? — Nun, ich erwachte zu dieser Hoff-nung, als des alten Monxada's Brief an Gray, welcher micheiner beständigen Dunkelheit weihte, mich zur Crkenntnißmeiner Lage ausregte und die Träume meiner Kindheit zer-streute. Glaubt Ihr, ich würde mich jemals dem langweili-gen Treiben gewidmet haben, welches ich mit Euch theilte,wenn ich nicht dadurch die einzige Spur dieser unnatürlichenEltern im Auge behalten hätte, wodurch ich mir vornahm,mich ihrer Kenntniß aufzudrängen und im Nothfall die Rechteeines gesetzlichen Kindes zu erzwingen? Das Schweigenund der Tod Monsada's vereitelte meinen Plan, und erstdamals söhnte ich mich mit dem Gedanken an Indien aus."
„Als ich Euch zuerst kennen lernte, wart Ihr noch sehrjung, um so viel von schottischem Recht zu wissen," sagteHartley; „ich kann jedoch vermuthen, wer Euer Lehrer war."
„Niemand anders, als Tom Hillary," erwiderte Middle-mas, „sein guter Rath in dieser Hinsicht ist ein Grund, weß-halb ich keine Klage erhebe, um ihn an den Galgen zubringen."
„Das habe ich mir gedacht," erwiderte Hartley, „ich hörte