Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
763
Einzelbild herunterladen
 

763

niedrigsten Dunkelheit ein so elendes Schicksal war komm'hieher und blick' auf die Eltern, die du so sehr beneidetdie du so oft verflucht hast. Blick' auf diesen blassen, mage-ren Leichnam, eher eine Gestalt von Wachs als von Fleischund Blut das ist deine Mutter das ist die unglücklicheZilia Montzada, für welche deine Geburt eine Quelle derSchande und des Elends war, und über welche deine unheil-volle Gegenwart zuletzt den Tod verhängt hat! jetzt aberschaue mich" er stieß den Burschen vor sich hin und standaufrecht mit einem Ausdruck in Haltung und Gestalt, welcherdem bösen Geiste glcichkam, den er beschrieb,schaue mich,"sagte er,siehst du nicht, wie mein Haupt von Schwefelflam-men strömt, wie meine Stirne vom Blitz versengt ist? ich binder Erzfeind ich bin der Vater, den du suchst ich binder verruchte Richard Tresham, der Verführer Zilias und derVater ihres Mörders!"

Hartley trat ein, während dieser furchtbare Auftritt vor-ging, er erkannte sogleich, daß jede der Verstorbenen erwie-sene Aufmerksamkeit vergeblich sei; da er theils aus WintersMittheilungen, theils aus den wahnsinnigen Reden des Ge-nerals die Natur der stattgefundenen Enthüllung begriff, be-eilte er sich, wo möglich, den furchtbaren und anstößigen Auf-tritt zu beendigen. Weil er das Zartgefühl des Generals inBezug auf den Ruf kannte, versuchte er es zuerst mit Vor-stellungen über ein solches Betragen, in Gegenwart so vielerZeugen, allein die Seele jenes Mannes hatte aufgehört, aufdiesen einst so mächtigen Grund zu achten.

Es kümmert mich nicht, wenn die ganze Welt meineSünde und meine Strafe erfährt!" sagte Withcrington.Man soll nicht wieder von mir sagen, daß ich die Schande