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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
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Erwähnt nicht ihren Ruf," erwiderte feine Gemahlin mitder Heftigkeit einer Mutter,haben sie nicht meinen theuernNeuben sterben lassen? was hilft der Ruf eines Arztes, wennder Patient stirbt?"

Wenn Euer Gnaden nur den Doktor Hartlep sehen woll-ten," sagte Winter, indem er sich zur Hälfte gegen die Dameund dann zu seinem Herrn wandte,er ist ein sehr anständi-ger junger Mann, welcher, wie ich überzeugt bin, niemals er-wartete, daß dasjenige was er sagte, zu den Ohren EuerGnaden gelangen würde; ohnedem ist er in Northumberlandgeboren."

Sendet einen Bedienten mit einem Handpferd ab," sagteder General,und laßt den jungen Mann sogleich hieherkommen."

Es ist wohl bekannt, daß die alte Behandlungsweise derPocken darauf hinauskam, daß man dem Kranken alles verwei-gerte, was zu verlangen die Natur ihn drängte; sie bestandhauptsächlich darin, daß man den Patienten in erhitzte Zim-mer einschloß, ihr Bett mit wollenen Decken belud und ihnengewürzten Wein als Getränk reichte, während die Natur kal-tes Wasser und frische Luft verlangte. Eine verschiedene Be-handlungsweise war seit einigen Jahren von Praktikern versuchtworden, welche die Vernunft der hergebrachten Regel vorzogen,und Gideon Gray hatte mehrere Jahre lang diese Methodemit außerordentlichem Erfolg angewandt.

Als General Witherington Hartlep sah, ward er wegenseiner Jugend stutzig. Als er ihm jedoch zuhörte, wie er mitBescheidenheit aber mit Selbstvertrauen den Unterschied zwi-schen den beiden Behandlungsweisen und die Gründe seinesVerfahrens darlegte, horchte er auf ihn mit dem aufmerksam-sten Ernste. Dasselbe geschah von seiner Gemahlin, die ihre