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flößen, welche der medizinischen Kenntniß fremd sind ; obgleicher sich aber durch solche Erinnerungen anstrengte', wiederumMulh zu fassen, erkannte er nicht weniger den Unterschiedzwischen dem Zustande eines Wundarztes, welcher einen sol-chen Ort in Erfüllung seiner Pflicht besucht, und eines armenEinwohners, welcher zugleich ein Kranker und Gefangener ist.
Ein Fußtritt wurde jetzt in dem Raume gehört, welcheralle die verschiedenen Töne des Elends, die ihn anzufüllenschienen, zum Schweigen brachte. Die Spieler verstecktenihre Karten und hörten auf zu fluchen; andere Elende, derenKlagen bis zur Raserei gesteigert waren, unterließen ihrewilden Ausrufungen und Bitten um Beistand. Der Todes-krampf milderte sein Kreischen, der Wahnsinn unterdrücktesein sinnloses Geschrei, und sogar der Sterbende schien sichzu bemühen, sein letztes Aechzen in Gegenwart des KapitänsSeelencooper zu ersticken. Dieser Beamte war der Oberauf-scher, oder wie die unglücklichen Einwohner ihn nannten, derGouverneur des Spitals. Er sah aus, als sei er ursprüng-lich ein Gefangenwärter in irgend einem schlecht verwaltetenGefängniß gewesen — ein derber, kurzer, krummbeinigerMann mit einem Auge, und dem Ausdruck einer verdoppeltenWildheit in dem noch übrigen. Er trug eine alte verblicheneUniform, die nicht für ihn gemacht zu sein schien; die Stimme,womit dieser Diener der Menschlichkeit die Kranken anredete,war die eines Hochbootsmannes, der in der Mitte eines Stur-mes seine Befehle brüllte. Im Gurt trug er Pistolen undeinen Hirschfänger, denn da seine Verwaltungsweise solcherArt war, daß sogar die Hospitalkranken zur Meuterei gereiztwurden, so war sein Leben mehr als einmal unter ihnen inGefahr gekommen. Ihm folgten zwei Gehülfen, welche Hand-schellen und Zwangsjacken trugen.