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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Entschluß hätte fassen können, keinen Vorschlag einer unmit-telbaren Verbindung mit Richard einzugchen, so vermogte siesich doch, ungeachtet des Selbstbetruges der Liebe, nicht da-hin zu überwinden, daß sie mit Richards Betragen gegen siezufrieden gewesen wäre. Bescheidenheit und geziemenderStolz verhinderte, daß sie den Umstand zu beachten schien,ihr Liebhaber ziehe den Bestrebungen des Ehrgeizes das de-müthige Loos vor, welches er mit ihr theilen konnte, undwelches wenigstens Zufriedenheit, wenn auch keinen Rcich-thum verhieß; allein sie konnte ein Gefühl nicht unterdrücken,womit sie dieß Verfahren ihres Liebhabers bitter empfand.

Wenn er mich liebte, wie er vorgab (solcher Art war dieUeberzeugung, die sich wider ihren Willen ihr aufdrängte),so würde mein Vater sicherlich ihm zuletzt nicht dieselben Be-dingungen verweigert haben, die er Hartley anbot; seineEinwürfe würden der Rücksicht auf mein Glück und sogarden Bitten Richards gewichen sein, die seinen Argwohn überdie ungewisse Richtung seines Charakters hätten entfernenmüssen. Ich besorge jedoch, Richard würde kaum geglaubthaben, daß die ihm vorgeschlagenen Bedingungen seiner An-nahme würdig wären. Wäre es nicht natürlich gewesen, daßer mich, da wir einander verlobt sind, um die Vermählungvor seiner Abreise aus Europa gebeten hätte? Alsdann hätteich bei meinem Vater bleiben oder ihn nach Indien begleitenkönnen, um jenes Glück zu suchen, welches er so eifrig ver-folgen will. Ich würde unrecht gehandelt haben sehr un-recht wenn ich zu einem solchen Vorschlag meine Einwil-ligung gegeben hätte, im Fall nicht mein Vater mir die Er-laubniß ertheilte, allein sicherlich wäre es doch natürlichgewesen, daß Richard mir einen solchen Antrag machte. Ach,die Männer wissen nicht, wie Frauen, zu lieben. Ihre