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in so weit zu ändern, daß sic die geringste Aussicht auf Er-folg einem Andern darbiete."
„Auf mein Wort," sagte MiddlcmaS, „sie ist wirklichaußerordentlich aufrichtig, und ich bin ihr sehr verbunden."
„Und auf mein ehrliches Wort, Herr Middlemas," er-widerte Hartley, „thut Ihr der Miß Gray sehr unrecht; Ihrseid sogar sehr undankbar gegen sie, wenn Ihr Euch über dieseihre Erklärung ärgert. Sie liebt Euch, wie ein Weib denersten Gegenstand ihrer Neigung liebt; sie liebt Euch mehr" —er hielt an, und Middlemas ergänzte den Satz.
„Mehr als ich cs verdiene vielleicht? wahrhaftig, das magsein, und ich erwiedere ihre Liebe; Ihr müßt jedoch begreifen,daß das Geheimniß ebensowohl das meinige als das ihrigewar, und es wäre besser gewesen, daß sie mich um Rath ge-fragt hätte, bevor sie dasselbe einem Andern mittheilte."
„Herr Middlemas," sagte Hartley mit ernstem Ausdruck,„wenn das Geringste von diesem Gefühle Eurerseits aus derBesorgniß entspringt, daß Euer Geheimniß in meiner Ver-wahrung nicht sicher ist, so kann ich Euch versichern, die Dank-barkeit gegen die Güte der Miß Gray wegen der Mittheilungeines für sie und Euch so zarten Geheimnisses, um mir Schmerzzu ersparen, sei so groß, daß wilde Pferde mir eher ein Gliednach dem andern abreißen könnten, als daß mir die Aeußerungder geringsten Sylbe darüber adgezwungen würde."
„Nun, mein theurcr Freund," sagte Middlemas mit einerOffenheit im Wesen, welche eine Herzlichkeit andeutete, wiesie seit einiger Zeit zwischen den Beiden nicht mehr vorhan-den gewesen war, „Ihr müßt mir gestatten, meinerseits etwaseifersüchtig zu sein. Ein wahrer Liebhaber besitzt keinen An-spruch auf den Namen, wenn er nicht bisweilen unvernünftigist, und es scheint jedenfalls etwas sonderbar, daß sie Jemand