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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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erhöhten dann ihr Einkommen durch Zimmervermiethen oderdurch Annahme von Kostgängern höheren Standes für diesegeschäftige Woche. Alle ländlichen Edclherren und Edcldamenfanden sich bei diesen Gelegenheiten ein; die Zahl der aufge-stülpten Hüte und der seidenen Rockschleppen war dann sogroß, daß der kleine Flecken seine Einwohner gänzlich gewech-selt zu haben schien. Bei dieser Gelegenheit wurde es nurPersonen von gewissem Stande gestattet, an den nächtlichenBällen im alten Stadthause Antheil zu nehmen, und dieUnterscheidungslinie schloß Herrn Grap's Familie aus.

Die Aristokratie jedoch gebrauchte ihre Privilegien miteinigem Gefühl der Rücksicht auf die einheimischen Stutzerund die Schönen des Fleckens, welche so verurtheilt waren,die Fideln in der Nacht zu hören, ohne daß es ihnen gestat-tet wurde, danach zu tanzen. Ein Abend in der Woche derWettrennen, der Jägerball genannt, wurde dem allgemeinenVergnügen geweiht und von den gewöhnlichen Einschränkun-gen der Eiiquette befreit. Bei dieser Gelegenheit wurdenalle achtbaren Familien in dem Städtchen eingeladen, an denVergnügungen des Abends Antheil zu nehmen und den Putzvornehmerer Leute zu bewundern, so wie für deren Herab-lassung sich dankbar zu zeigen. Dieß war besonders hinsicht-lich der Frauen der Fall, denn die Zahl der Einladungen andie Herren der Stadt war weit beschränkter. Bei dieser all-gemeinen Musterung hatte die Schönheit des Antlitzes undder Gestalt die Miß Grap nach der Meinung aller urtheils-fähigen Richter unbedingt an die Spitze aller gegenwärtigenSchönen mit Ausnahme solcher gestellt, mit denen sie zu ver-gleichen nach den Vorstellungen des Ortes kaum schicklich ge-wesen wäre.

Der Gutsherr des alten und ausgezeichneten Hauses von