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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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schwarze Maske, welche sie trug; ihre Augen, die wie Dia-manten glänzten, und die Diamanten, die sie an den Fingernhatte, und die mit nichts als mit ihren eigenen Augen ver-glichen werden konnten; die Schönheit ihrer Haut und dieFarbe ihres seidenen Mantels nebst vielem anderem ähnlichemGeschwätz. Alsdann sprach sie weitläufig von der Ankunftseines Großvaters und des furchtbaren Mannes, welcher mitPistolen, Dolch und Hochlandschwert bewaffnet (die letzterenWaffen eristirten nur in der Einbildungskraft der Kindsmagd),die Rolle eines Drachen oder Riesen im Feenmährchen spielte dann folgten alle Umstände der Wegführung seiner Mut-ter, während Banknoten im Hause umherflogen, wie FetzenLöschpapiers, und Gold-Guineen eben so häufig waren alsKieselsteine. Alles dieß erzählte ihm die Amme, theils umdie Theilnahme des Knaben zu erregen, theils um ihremeigenen Talente zur Uebertreibung sich hinzugeben, mit sovielen Nebenumständen und willkürlichen Erläuterungen, daßder wirkliche Vorgang, so geheimnißvoll und sonderbar ersicherlich auch war, vor der Darstellung der Kindsmagd in einNichts versank und sich wie demüthige Prosa zum kühnstenFlug der Poesie verhielt-

Richard war ernstlich geneigt, dem Allem zuzuhören undhatte noch mehr Vergnügen an der Vorstellung, daß dertapfere Vater unerwartet an der Spitze eines tapferen Regi-mentes mit klingender Musik und fliegender Fahne ankommenwürde, um seinen Sohn auf dem schönsten Klepper fortzufüh-ren, den menschliche Augen jemals erblickt hätten; oder seineMutter, glänzend wie der Tag, werde plötzlich in einer Kutschemit sechs Pferden erscheinen, um ihr geliebtes Kind sich ab-zuholen; oder sein reicher Großvater werde mit Taschen vollDanknoten herbeikommen, um seine begangene Grausamkeit