Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
653
Einzelbild herunterladen
 

nauercn Korrespondenz mit Euch, als gerade erforderlich ist,erwecken könnte."

Während Lawford ein genaues Protokoll der Verhandlungaufnahm, wodurch er und Gray zu Vormündern des Kindesernannt wurden, suchte Herr Gray der Dame die Bilanz derbeträchtlichen Geldsumme zurückzugeben, welche Trcsham, wenndicß sein wirklicher Name war, früher bei ihm niedergelegthatte. Mit jeder Art Bewegung, womit Hände, Augen undsogar Füße Zurückweisung auödrücken können, weigerte siesich ebenso wie in gebrochenem Französisch, die Geldsummeanzunehmen, und bat den Arzt, er möge dieselbe als seinEigenthum betrachten; zugleich drang sie ihm ein Geschenk ineinem mit Brillanten besetzten Ringe auf, welcher einen be-trächtlichen Werth zu haben schien. Der Vater sagte ihr als-dann einige harte Worte, die sie mit dem gemischten Ausdruckdes höchsten Schmerzes und der Unterwerfung anhörte.

«Ich habe ihr noch einige Minuten gegeben, um das elendeWesen, welches ihre Schande besiegelt, zu sehen und bei ihmzu weilen," sagte der finstere Vater. «Ziehen wir uns zurück,und lassen sie allein; Ihr, Herr," sagte er zum Königsboten,bewacht von außen die Thüre."

Gray, Lawford und Monsada zogen sich somit in dasZimmer zurück, wo sie schweigend, jeder in seine Gedankenversunken, warteten, bis sie etwa nach einer halben Stundedie Nachricht erhielten, die Dame sei zur Abreise bereit."

Es ist gut," erwiderte Monsada;es ist mir lieb, daßsie Verstand genug besitzt, sich der Nothwendigkeit zu unter-werfen."

Mit den Worten stieg er die Treppe hinauf und kehrteseine Tochter herabsührend zurück, welche jetzt wiederum maS-kirt und verschleiert war. Als sie bei Gray vorüberging, ließ