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Das arme Weib verstand aber nur unvollkommen die fran-zösische Sprache, und war vielleicht selbst nicht Willens, überihre Lage Kunde zu geben, so daß jeder Versuch solcher Arterfolglos blieb. Wenn Grap ihr Fragen über einen Gegen-stand vorlegte, welcher einer Erklärung sich anzunähern schien,bemerkte er, daß sie gewöhnlich mit einem Kopfschütteln ant-wortete, um anzuzeigen, daß sie ihn nicht verstehe; mit-unter schwieg sie weinend und bisweilen verwies sie ihn anMonsieur.
Grap begann somit Monsieurs Ankunft sehr ungeduldigzu erwarten, als dasjenige Ereigniß, welches allein diese un-angenehme Art von Gehcimniß beenden könne, das jetzt zumHauptgegcnstand der Klatschereien bei der guten Gesellschaftdes Fleckens wurde. Einige tadelten Gray, daß er fremdeLandläufer, deren Moral man sehr ernstlich bezweifeln könne,in sein Haus aufnehme; Andere beneideten die glückliche Handdes Doctors, welcher jetzt das Reisegeld der reichen Fremdenzur Verfügung stehe; letzteres Umstand hatte vor dem Publi-kum nicht verheimlicht werden können, da des ehrlichen Man-nes Ausgaben für kleine Luxusartikel die gewöhnlichen Grenzenbei weitem überstiegen.
Die gewissenhafte Rechtlichkeit des ehrlichen Doctors be-fähigte ihn zur Verachtung dieser Art Geklatsch, obgleich ihmdie geheime Kenntniß von dessen Umlauf nicht angenehm seinkonnte. Er machte seine gewöhnlichen Reisen mit seiner ge-wohnten Ausdauer, und wartete mit Geduld, bis die Zeit denGegenstand und die Geschichte seines Gastes aufklärcn würde.Es war schon die vierte Woche nach ihrer Niederkunft, unddie Wiederherstellung der Fremden ließ sich als vollkommenbetrachten, als Gray bei der Heimkehr von einem seinerKrankenbesuche, die ihn oft zehn Meilen weit entfernten,