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sehr wohl bemerken, daß die Seele seiner Patientin haupt-sächlich sich mit der Berechnung des Verlaufes der Zeit be-schäftige, und stets an das Eintreffen des Zeitpunktes imVoraus dachte, wo die Rückkehr ihres Gatten, wenn es ihrGatte war, erwartet werden konnte. Sie fragte Kalenderum Rath, erkundigte sich nach der Entfernung gewisser Orte,obgleich mit solcher Vorsicht, daß es klar wurde, sie wünschedie Richtung der Reise ihres Geliebten nicht anzuzeigen, undverglich zu wiederholten Malen ihre Uhr mit denen von An-dern ; sic brachte dabei offenbar alle jene täuschenden Artenvon Rechnungen der Einbildungskraft in Anwendung, womitdie Sterblichen den Verlauf der Zeit zu beschleunigen ver-suchen, während sie deren Fortgang berechnen. Dann wiederweinte sie über ihrem Kind, welches von allen Richtern fürso schön erklärt wurde, als man irgend eines sehen könne;Grap bemerkte bisweilen, daß sie Sätze vor dem unbewußtenKinde hermurmelte, von welchen nicht allein die Worte, son-dern sogar der Ton und der Accent ihm fremd schienen, undhinsichtlich deren er besonders nicht wußte, daß dieselben por-tugiesisch waren.
Herr Goodriche, der katholische Priester, ersuchte sie beieiner Gelegenheit um Zutritt. Zuerst lehnte sie seinen Be-such ab, nahm ihn aber nachher an, vielleicht in der Erwar-tung, daß er ihr Nachrichten von Herrn Middlemas, wie je-ner sich nannte, dringen könnte. Die Unterredung war sehrkurz, und der Priester verließ der Dame Gemach voll Miß-vergnügen, welches seine Klugheit vor Herrn Gray kaum ver-bergen konnte. Er kam niemals wieder, obgleich der Zustandder Dame seine Aufmerksamkeiten und Tröstungen hätte noth-wcndig machen können, wäre dieselbe ein Mitglied der katho-lischen Kirche gewesen.