Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
634
Einzelbild herunterladen
 

Ihr jedes ihrer Verlangen erfüllt; wenn Ihr die Mittel dazubraucht, so wendet Euch an mich."

Darf ich fragen, Herr, mit welchem Namen ich dieDame"

Dieß ist gänzlich gleichgültig," unterbrach der Fremdedie Frage.Ihr werdet denselben bei mehr Muße erfahren."

Mit den Worten hüllte er sich in seinen weiten Mantel,wobei er eine halbe Wendung, dies Verfahren zu erleichtern,mit einem Ausdruck seiner Züge machte, den der Doctor nurschwer hätte nachahmen können, und ging die Straße nachdem kleinen Gasthofe hinab. Hier bezahlte er und entließdie Postillonen, und schloß sich in ein Zimmer mit dem Be-fehle ein, Niemanden zuzulaffcn, bis der Doctor ihn rufenwürde.

Als der Doctor zum Zimmer seiner Patientin zurückkehrte,fand er seine Frau in großer Ueberraschung, welche mit Furchtund Aengstlichkeit gemischt war, wie es bei Personen ihresCharakters gewöhnlich ist.

Sie kann kein Wort wie ein christliches Wesen reden,"sagte Frau Gray.

Ich weiß es," erwiderte der Doctor.

Aber sie will hartnäckig eine schwarze Maske auf ihremGesicht behalten, und kreischt, wenn wir dieselbe wegnehmenwollen."

Wohlan denn, laßt ihr die Maske, was kann dieselbeschaden?"

Was sie schaden kann, Doctor! wurde jemals ein ehr-liches Weib entbunden, während eine Maske auf ihrem Ge-sichte war?"

Vielleicht selten, aber Jean, meine Liebe, diejenigen,welche nicht ganz ehrlich sind, müssen ebenso entbunden werden,