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den weniger daran Gewöhnten beim Tageslicht furchtbar er-scheinen; er reitet auf engen Wegen, wo der geringste Fehl-tritt ihn in einen Morast werfen oder über einen Abgrundschleudern würde; er reitet nach Hütten, über die sein Pferdhinwegschreiten könnte, ohne zu erfahren, daß sie ihm im Wegelägen, wenn es nicht durch das Dach hindurch fiele. Gelangter an ein so trauriges Ziel seiner Reise, wo man sei-ner Dienste bedarf, um einen Armen in die Welt zu bringen,oder zu verhindern, daß ein solcher sie verläßt, so ist dieScene des Elendes oft solcher Art, daß er, statt die hart er-sparten Schillinge zu berühren, die man ihm dankbar anbietet,seine Arzneien ebenso wie seine ärzliche Behandlung als Al-mosen gibt. Ich selbst habe gehört, wie der berühmte Rei-sende Mungo Park, welcher das Leben eines solchen Arztesdurch Erfahrung kannte, einer Entdeckungsreise in's Innerevon Afrika den Vorzug gab vor den täglichen und mißlichenWanderungen in den Wildnissen seines Vaterlandes, welcheein praktischer Arzt auf dem Lande dort ausführen muß. Ererzählte, daß er einstmals so Meilen ritt, die ganze Nachtaufsaß, und ein Weib nach dem einfachsten Verfahren glücklichentband, wofür seine einzige Belohnung in einer geröstetenKartoffel und einem Trunk Buttermilch bestand. Sein Herzwar jedoch nicht solcher Art, daß er über irgend eine Arbeitgemurrt hätte, welche das menschliche Elend erleichtert. Kurz-um, es gibt in Schottland kein Geschäft, welches härtereArbeit erheischt und elender belohnt wird, als dasjenige desLandarztes — vielleicht nur mit Ausnahme seines Pferdes-Dennoch ist das Pferd, und muß cö auch sein, kräftig, thätigund unermüdlich, ungeachtet seiner struppigen Haut und sei-nes elenden Aussehens; so auch wird man öfter finden, daßsein Herr unter einem wenigversprechenden und plumpen
so*