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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Aeußern Geschicklichkeit in seiner Kunst und Begeisterung fürdieselbe, höhere Einsicht, Mnth und wissenschaftliche Kenntnißverbirgt.

Herr Gideon Gray, Wundarft im Flecken Middlemas,welcher in einer der mittleren Grafschaften Schottlands liegt,führte das rauhe, thätige und schlecht belohnte Leben, welcheswir zu schildern suchte». Er war ein Mann zwischen vierzigund fünfzig, welcher sich von ganzer Seele seinem Gewerbehingegebcn und einen solchen Ruf unter den Aerzten erlangthatte, daß ihm mehr als einmal bei vorkommcnden Gele-genheiten angerathen wurde, Middlemas und dessen magerePraxis mit derjenigen in einer der größeren Städte Schott-lands oder EdinburgS selbst zu vertauschen. Er war eineinfacher, derber Mann, welchem jeder Zwang widerlich war,und welcher sich den Formen nicht unterwerfen wollte, diein gebildeter Gesellschaft gelten- Er hatte nicht selbst er-kannt, und kein Freund batte ihm einen Wink gegeben, daßder Arzt durch ein an das Cynische streifendes Benehmen imAeußern und in Gewohnheiten bei der Menge den Eindruckder Ueberlegenheit erhält, welcher sehr dazu dient, seinen Rufzu vergrößern.

Herr Gray, oder wie ihn das Landvolk nannte, DoctorGray (er hatte vielleicht den Titel durch ein Diplom erhalten,er selbst aber machte nur Anspruch auf den Rang eines Ks-gister artium liberalium) hatte wenige Bedürfnisse, und diesewurden im Ueberfluß durch das Einkommen seiner Praxisgedeckt, welche im Allgemeinen sich auf 200 Pfd. jährlich be-lief; dafür mußte er im Durchschnitt ungefähr 5000 Meilenzu Pferde im Laufe des Jahres zurücklegcn. Sein Einkommenernährte ihn so reichlich nebst seinen zwei Kleppern, Mörser-keule und Mörser genannt, die er abwechselnd ritt, daß er