drohenden Ausdruck an; sein Hut erlangt ein höheres Aus-sehen, und seine Perücke, wenn er eine solche trägt, einefurchtbarere Locke.
Ich fühlte somit, daß mein guter Freund Fairscribe beigegenwärtiger Gelegenheit eine ähnliche Steigerung seinerWichtigkeit erlangt hatte. Noch vor einer Woche war er nachmeiner Meinung ein ausgezeichnet wohlmeinender Mann,welcher in jeder Angelegenheit seines Berufes ein zuverlässi-ges Urtheil besaß, der sich aber unter dessen Formen undKunstgriffe auf solche Weise eingemauert hatte, daß er zueinem Urtheil über Sachen des Geschmacks nicht besser geeig-net war, wie irgend ein mächtiger Gothe, der im alten Se-natshause Schottlands einen Sitz einnahm. Allein was hattedas jetzt zu bedeuten? Ich hatte mir ihn selbst zum Richtererwählt und ich habe öfter bemerkt, daß der Gedanke, einesolche Berufung aus dem Bewußtsein der eigenen Unfähigkeitabzulehnen, der letzte ist und vielleicht auch sein muß, wel-cher dem Schiedsmann jemals einfällt. Derjenige, welchemein literarisches Werk zur Beurtheilung vom Verfasser vor-gelegt wird, läßt sogleich seine Seele die Haltung eines Kri-tikers annehmen, mag auch der Gegenstand von solcher Artsein, daß er früher nie daran gedacht hat- Ohne Zweifel istder Autor geeignet, seinen Richter sich zu wählen. Und weß-halb sollte der erwählte Schiedsrichter seine Talente zur Ver-urthcilung oder Freisprechung bezweifeln, da sein Freund ohneZweifel sich auf deren Fähigkeit verlassen hat? Sicherlichmuß der Mann, welcher ein Buch schrieb, wahrscheinlich auchdiejenige Person kennen, welche zur Beurtheilung desselbensich am besten eignet.
Während diese Gedanken mir durch den Kopf gingen, hef-tete ich meine Blicke auf meinen guten Freund, dessen Bewe-