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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Literatur hegen, und ich hatte auch wirklich mehr als einmalbemerkt, daß seine Töchter, und besonders meine kleine Sän-gerin, sobald ihr Vater in's Zimmer trat, etwas in ihrenStrickbeutel steckten, welches wie ein Buch aus Lescbibliothekenaussah. Er war jedoch nicht allein mein erprobter, sondernauch beinahe mein einziger Freund, und ich bezweifle nicht,daß er Interesse am Buche wegen des Verfassers nehmenwürde, wenn auch das Werk selbst es nicht zu erregen ver-möge. Ich schickte ihm dcßhalb das Buch sorgfältig versiegeltmit der Bitte, daß ich ihn um seine gütige Meinung überden Inhalt ersuche; ich selbst sprach davon in der wegwer-fenden Weise, die einen bestimmten Widerspruch -erausfor-dert, wenn der Correspondent nur ein Gran Höflichkeit besitzt.

Diese Mittheilung geschah am Montag, und da ich michschämte, einen Besuch aus freien Stücken zu machen, obgleich icheinen willkommenen Empfang als gewiß voraussehen konnte,so erwartete ich täglich eine Einladung, um nach dem Lieb-lingsauSdrucke meines Freundes eine Suppe mit ihm zu essenoder auch eine Karte, um mit den Misses Fairscribe Thee zutrinken, oder wenigstens eine Aufforderung zum Frühstück beimeinem gastfreien Freunde und Wohlthäter, um alsdann denInhalt meines Paketes zu besprechen. »Dieß gleicht nichtder Pünktlichkeit meines Freundes," dachte ich; nachdem ichnun James, meinen Bedienten, durch eine genaue Untersu-chung hinsichtlich der Zeit und des Ortes der Einsendung zuwiederholten Malen gequält hatte, blieb mir keine andre Zu-flucht übrig, als daß ich meine Phantasie anstrcngtc, um dieGründe für das Schweigen meines Freundes zu begreifen.Bisweilen dachte ich, seine Meinung über das Werk sei soungünstig, daß er sich scheue sie mir mitzutheilen, um meineGefühle nicht zu verletzen; bisweilen fiel mir ein, das Buch