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den. Das Antlitz des Leichnams war dem Anstand gemäßmit einem Tuch bedeckt. Zur Ueberraschung und -um Schau-der der Anwesenden, welche sich in einem allgemeinem Oh,durch zusammcngcprcßte Zähne und halbgeöffnete Lippen Luftmachte, zog Robin Oig das Tuch zurück und blickte mit be-trübtem aber festem Auge auf das Antlitz, welches noch sokürzlich belebt gewesen war, daß das Lächeln des gut gelaun-ten Vertrauens auf eigene Kraft der Versöhnlichkeit und zu-gleich der Verachtung gegen seine Feinde noch auf den Lippenruhte- Während die Gegenwärtigen erwarteten, daß dieWunde, welche das Gemach soeben mit Blut überschwemmthatte, neue Ströme bei der Berührung des Mörders ergießenwürde, legte Robin Oig die Decke mit dem kurzen Ausrufwieder hin: „er war ein hübscher Mann."
Meine Geschichte ist beinahe geendet; der unglückliche Hoch-länder wurde zu CarliSle vor die Geschwornen gestellt.
Ich selbst war gegenwärtig und erhielt als junger schotti-scher Rechtsgelehrter und als Mann von einigem Ansehendurch die Güte des Sherifs von Cumberland einen Platz aufder Advokatcnbank. Die Thatsachen wurden in der Weisebewiesen, wie ich sie dargelegt habe. Von welcher Art auchdie Vorurtheile der Zuhörer gegen ein so unenglisches Ver-brechen der Ermordung aus Rachsucht sein mochten, so wurdedoch die Großmuth des englischen Publikums bald geneigt,darin eher die seltsame Verirrung einer falschen Vorstellungvon Ehre, als das Ergebniß eines von Natur wilden oderdurch' Gewohnheit des Lasters verkehrten Herzens zu sehen.Als die Nationalvorurtheile des Gefangenen erklärt wa-ren, nach denen er sich durch persönliche-Gewalithätigkeitauf immer für entehrt -alten müßte, als ferner seine vorher-gehende Geduld, Mäßigung und Kälte bei ungerechter Auf-