Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
571
Einzelbild herunterladen
 

Thiere aussuchen können, ich, der ich sie kenne, als wären siemeine Kinder, die armen Dinger!"

»Wohlan, Schotte, wie viel pro Kopf?" fuhr Herr Jrebyfort.

Sie standen im höchsten Preise auf den Märkten vonDoune und Falkirk," erwiderte Robin.

In dieser Weise hatte daS Gespräch seinen Fortgang, bissie Beide über den Preis der Thiere übereingckommen waren,wobei der Gutsherr die zeitweilige Unterbringung des Viehsmit in Kauf nahm, und Robin, wie er glaubte, einen sehrguten Handel abschloß, vorausgesetzt, das Gras war nur er-träglich.

Der Gutsherr ritt an der Heerde her, thcils um Robinden Weg zu zeigen und nachzufehen, daß seine Heerde ge-hörig untergebracht würde, theils auch, um von ihm die letz-ten Nachrichten über die nördlichen Märkte zu erfahren.

Sie kamen zu dem Felde und die Waide schien ausge-zeichnet. Wie groß war aber ihr Erstaunen, als sie sahen, daßder Verwalter ruhig die Heerde von Harry Wakefield in dasgrasreiche gelobte Land trieb, welches den Thieren von RobinOig vom Eigcnthümer selbst angewiesen war! Der Gutsherrspornte sein Pferd, sprengte auf seinen Diener zu und er-klärte dem Engländer, als er erfahren hatte, worum es sichhandle, daß sein Verwalter das Feld ohne seine Erlaubnißvermiethet habe, und daß er sich Gras für sein Vieh, wo erwolle, suchen möge, da er hier keines bekommen werde. Zu-gleich gab er seinem Verwalter einen strengen Verweis wegenUeberschreitung seiner Befehle, und befahl ihm, das hungrigeund müde Vieh von Harry auszutreiben, welches gerade einMahl von ungewöhnlichem Ueberfluß begonnen hatte, sowie