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weibliche Freunde hatte. Er war in seiner Art ein vorneh-mer Mann, machte beträchtliche Geschäfte auf eigene Rech-nung und wurde als Viehtrciber von den hochländischenPächtern jedem Andern der Gegend vorgezogen. Er hättesein Geschäft bedeutend ausdehnen können, wenn er sich zurAnnahme eines Gehülfen würde herabgclafsen haben. Robinjedoch wies den Gedanken, Beistand anzunehmen, mit Aus-nahme desjenigen einiger Geschwisterkinder, vielleicht wegendes Bewußtseins zurück, daß sein Ruf von seiner persönlichenAusführung des ihm crlheilten Auftrages abhängig sei. Erbegnügte sich dcßhalb mit der höchsten Bezahlung, welche Per-sonen seines Gewerbes ertheilt wird, und tröstete sich mit derHoffnung, daß einige Reisen nach England ihn befähigenwürden, sein Geschäft auf eigene Rechnung in einer seiner Fa-milie geziemenden Weise zu führen. Robin Oigs Vater, LachlanMac Combich oder „Sohn meines Freundes" genannt, währendsein wirklicher Stammeünamc Mac Gregor war, hatte dieseBenennung von dem berühmten Robin dem Rothen erhalten,weil eine besondere Freundschaft zwischen dem Großvater No-bins mit jenem berühmten Freibeuter bestanden hatte. Ei-nige sagen sogar, Robin Oig habe seinen Taufnamen voneinem Manne erhalten, der in den Wildnissen von Loch Lomondeben so berühmt war, wie sein Namensvetter Robin Hoodin dem Walde von Sherwood. Wer sollte auf solche Ahnennicht stolz sein? Dieß war auch bei Robin Oig der Fall;allein seine häufigen Reisen nach England und den Nieder-landen hatten ihm Erfahrung genug erworben, als daß er nichthätte wissen sollen, dergleichen Ansprüche, die ihm einigesRecht auf Auszeichnung in seinem einsamen Thale ertheiltcn,würden eben so lächerlich als schädlich für ihn sein, wenn er sicheinfallen ließe, dieselben anderswo geltend zu machen. Der