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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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nen Augen sahen deines Sohnes Tod deines Sohnes Be-gräbnis, meine Zunge bezeugt, was meine Ohren hörtenund meine Augen sahen."

Die unglückliche Wittwe schlug ihre Hände zusammen undhielt sie zum Himmel empor wie eine Sibylle, welche Kriegund Verheerung verkündet, während sie in unmäßiger undfurchtbarer Wuth eine Fluth der tiefsten Verwünschungen auS-stieß.Niedriger, sächsischer Grobian," rief sie aus,elenderheuchlerischer Gaukler, mögen die Augen, welche ruhig aufden Tod meines schönhaarigen Sohnes blickten, in ihren Höh-lungen durch unaufhörliche Thränen zerfließen, welche du umDiejenigen vergießen mußt, welche dir am nächsten und thcuer-fien sind! Mögen die Ohren, welche seinen Todesschuß ver-nahmen, von jetzt an für jeden andern Ton taub sein, alsdas Gekrächze der Raben und das Zischen der Schlangen!Möge die Zunge, welche mir seinen Tod und mein Verbre-chen nannte, in deinem Munde verwelken, oder besser, mögeder böse Feind, wenn du mit deinen Leuten beten willst, deineZunge leiten, und ihr die Stimme zu Gotteslästerungen an-statt zum Segen verleihen, bis die Menschen voll Schreckendeine Gegenwart fliehen und der Donner des Himmels gegendein Haupt geschleudert wird, um deine verfluchende und ver-fluchte Stimme für immer zum Schweigen zu bringen! Gehemit diesem Fluch! Elspat wird niemals wieder so vieleWorte an einen lebendigen Menschen verschwenden."

Sie hielt ihr Wort; von jenem Tage an war die Weltfür sie eine Wildniß, worin sie ohne Gedanken, Sorge oderThcilnahme in ihren Gram versunken, gleichgiltig gegen Allessonst verweilte- Mit der Art ihres Lebens oder vielmehrihres Daseins ist der Leser schon insoweit bekannt, als ichihm darüber Mitthcilungen machen kann. Von ihrem Tode