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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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ihrer Vorstellung bei gehöriger Verwendung sogar die Sicher-heit ihres Sohnes bewirken könnte. Er bemitleidete ihre Lage,trug Rechnung ihren Jrrthiimern und ihrer Unwissenheit, underwiderte ihr mit milden Worten:

Ach, unglückliches Weib! wollte Gott, ich könnte dich soleicht überzeugen, wo du Trost suchen mußt und sicherlich fin-den kannst, als ich dir mit einem einzigen Worte die Ver-sicherung zu geben vermag, daß Rom und alle seine Priester-schaft, befänden sich beide noch einmal in ihrer vollsten Ge-walt, dennoch ungeachtet aller Spenden und Bußen deinemElende kein Theilchcn Hülfe oder Trost verleihen könnten.Elspat Mac Tavish, es schmerzt mich tief, Euch die Nach-richt zu hinterbringen"

Ich kenne sie ohne deine Rede," sagte das unglücklicheWeibmein Sohn ist zum Tode verurtheilt."

Elspat," erwiderte der Geistliche,er war zum Todeverurtheilt und das Urtheil ist ausgesührt worden-"

Die unglückliche Mutter richtete ihre Augen zum Himmelund stieß einen Schrei aus, welcher der Stimme eines mensch-lichen Wesens so unähnlich war, daß ein Adler, welcher inder Luft schwebte, ihn eben so beantwortete, wie er den Rufseines Weibchens erwidert haben würde.

Es ist unmöglich," rief sie aus,die Menschen verur-theilen und tödten nicht an demselben Tage! Du betrügstmich, das Volk nennt dich heilig; hast du den Muth, einerMutter zu sagen, daß sie ihr eigenes Kind ermordet hat?"

Gott weiß es," sagte der Priester, indem ihm die Thrä-nen aus den Augen flössen,daß ich Euch gerne eine bessereBotschaft brächte, stände dieselbe in meiner Macht dieje-nige, welche ich bringe, ist eben so gewiß als unglücklichmeine eigenen Ohren vernahmen den Todesschuß, meine eige-

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