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ertragen, sowie dem zukünftigen Troß zu bieten. Als sieaber von denen, die in der Hütte blieben, nicht mehr erblicktwerden konnte, vermogte sie den äußersten Grad ihrer Be-kümmerniß nicht länger unterdrücken. Ihren Mantel in wil-der Weise um sich schlagend, hielt sie an der ersten Anhöhe,erklomm deren Gipfel, breitete ihre Arme nach dem Mondehin aus, als fluche sie dem Himmel und der Erde wegenihres Unglücks, und ließ ihr wiederholtes Geschrei wie einAdler ertönen, dessen Brut aus seinem Neste geraubt ist.Einige Zeit lang machte sie ihren Gram in diesen unartiku-lirten Tönen Lust, dann stürzte sie mit hastigen und ungleichenSchritten weiter fort, in der eitlen Hoffnung, die Abtbeilungeinzuholen, welche ihren Sohn als Gefangenen nach Dunbar-ton brachten. Allein ihre Kraft, so übermenschlich sie auchschien, ging ihr bei dem Versuche aus; es war bei äußersterAnstrengung für sie unmöglich, ihren Zweck zu erreichen.
Dennoch ging sie immer vorwärts mit aller Schnelligkeit,deren ihr erschöpfter Leib fähig war. Als Nahrung für sieunvermeidlich wurde, trat sie in die erste Hütte mit denWorten: „gebt zu essen, ich bin die Wittwe von Mac TavishMoor, ich bin die Mutter von Mac Hamish Bean — gebtmir zu essen, damit ich noch einmal meinen schönhaarigenSohn sehen kann." Die Bitte wurde nicht verweigert, ob-gleich dieselbe oft mit einer Art Kampf zwischen Mitleid undAbneigung von Einigen, an welche sie sich wandte, und vonAnderen aus einiger Furcht gewährt ward. Der Antheil, densie an der Veranlassung des Todes von Allan Breack Came-ron hatte, welcher nothwendig den ihres eigenen Sohnesnach sich ziehen mußte, war nicht genau bekannt; jedoch we-gen der Kenntniß ihrer heftigen Leidenschaften und früherenGewohnheiten hegte Niemand Zweifel, daß sie in der einen