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verwegener Hast beschritt. Der aus Verzweiflung entsprin-gende Muth war aber das Mittel zur Rettung ihres Lebens,welches fie vielleicht zu beenden wünschte, obgleich Selbstmordmit Ueberlegung in den Hochlanden selten vorkam. IhrSchritt am Rande des Abgrundes war so fest, als derjenigeder wilden Ziege; ihr Auge war bei ihrer Aufregung selbstim Dunkeln so scharf, daß fie die Gefahren erkannte, welcheein Fremder am Mittage nicht bemerkt haben würde.
Elspats Lauf ging nicht in gerader Richtung vorwärts,denn sonst wäre fie bald von der Hütte, worin ihr Sohn ge-blieben war, weit entfernt gewesen. Er bildete mehrere Um-wege, denn die Hütte war der Mittelpunkt, woran ih^ Herzgefesselt blieb; als fie dieselbe umging, empfand fie die Un-möglichkeit, die Umgegend zu verlassen. Mit dem erstenSonnenstrahl kehrte fie zur Hütte zurück. Sie blieb eineWeile vor der aus Zweigen geflochtenen Thür stehen, alsschäme fie sich, daß ihre Zärtlichkeit fie an den Ort zurück-führe, welchen fie in der Absicht, niemals wiedcrzukehren, ver-lassen hatte; ihr Zaudern beruhte jedoch noch mehr auf Furchtund Angst — auf Angst, daß ihr schönhaariger Sohn von denWirkungen des Trankes erkrankt sei — auf Furcht, daß seineFeinde zu ihm während der Narbt gekommen wären. Sieöffnete leise die Thür der Hütte und trat mit geräuschlosenSchritten ein.
Von Kummer und Angst erschöpft, und vielleicht noch nichtgänzlich von dem Einfluß des starken Schlaftrunkes wieder-hergestellt, lag Hamish Bcan wiederum in dem tiefen Schlafe,welcher die Indier während der Unterbrechung ihrer Folterergreifen soll. Seine Mutter konnte sich kaum überzeugen,daß sie wirklich seine Gestalt auf dem Bette erkannte, unddaß ihr Ohr den tiefen Ton seines Athems vernahm. Mit