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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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sie erschöpfte vergeblich alle ihre Beredtsamkeit in Versuchen,das Land der Verwandten ihrer Mutter in solchen Ausdrückenzu schildern, daß Hamish in Versuchung käme, sie dorthin zubegleiten. Sie sprach stundenlang, sprach aber vergeblich;sie konnte keine andere Antwort als Gestöhn, Seufzer undAusrufungen aus ihm herausbringen, welche die äußerste Ver-zweiflung anzeigten.

Zuletzt sprang sie auf und vertauschte den einförmigenTon, womit sie gleichsam das Lob des Landes ihrer Zufluchtbesungen hatte, mit der kurzen und finsteren Sprache heftigerLeidenschaft. „Ich bin eine Thörin," sagte sie, „meine Wortean einen trägen Burschen von ärmlichem Muth und ohneVerstand zu verschwenden, welcher sich wie ein Hund vor derPeitsche duckt. Bleibe hier und erwarte deine Zuchtmeister,sowie deine Bestrafung von ihren Händen, glaube aber nicht,daß deiner Mutter Augen es sehen werden. Ich könnte esnicht sehen und am Leben bleiben. Meine Augen haben oftauf den Tod, niemals aber auf Schande geblickt! Lebe wohl,Hamish, wir sehen uns niemals wieder "

Sie stürzte aus der Hütte so schnell wie ein Kibitz, undhegte auch vielleicht im Augenblick wirklich die von ihr aus-gesprochene Absicht, sich von ihrem Sohne zu trennen. Einenfurchtbaren Anblick hätte sie einem Jeden dargeboten, der ihran jenem Abend begegnet wäre, als sie durch die Wildnißwie ein ruheloses Gespenst wandelte, und mit sich in einerSprache redete, welche keine Uebcrsetzung gestattet. Sieschweifte stundenlang umher und suchte eher die gefährlichstenWege auf, als daß sie dieselben vermied. Der ungewisseFußpfad durch den Morast, der steile Gang am Rande einesAbgrundes, oder an dem Ufer eines reißenden und tiefenStromes waren die Wege, welche sie eifrig aufsuchte und mit