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Als der Mittag vorbei war, erhoben sich neue Besorgnissein der Seele des einsam lebenden Weibes. Ihr Sohn schliefnoch unter dem Einfluß des Schlaftrunkes; war es nicht mög-lich, daß seine Verunft oder Gesundheit durch dessen zu großeKraft zerrüttet werde, da derselbe stärker war, als sie jemalseinem Andern gereicht hatte? Zum ersten Mal begann sieferner, ungeachtet ihrer hohen Begriffe von elterlicher Gewalt,den Zorn ihres Sohnes zu fürchten, welchem ein Unrecht er-wiesen zu haben, ihr Herz ihr sagte- Sie hatte in den letz-ten Zeiten bemerkt, daß seine Stimmung weniger gelehrigwar, und daß sein Entschluß, besonders bei Gelegenheit sei-ner Anwerbung, selbstständig gefaßt und mit Kühnheit aus-geführt wurde. Sie gedachte der finsteren Störrigkeit seinesVaters, wenn derselbe sich für mißhandelt hielt, und begannzu besorgen, Hamish werde, wenn er den ihm gespielten Be-trug entdecke, sich dafür sogar so entschieden rächen, daß ervon ihr ablaffe und seine Laufbahn in der Welt allein ver-folge. Dieß waren die erschreckenden und dennoch vernünf-tigen Besorgnisse, welche auf das unglückliche Weib eindran-gen, nachdem ihre unheilvolle List ihr so gelungen war.
Gegen Abend erwachte Hamish zuerst, allein damals warer noch weit von allem Besitze seiner geistigen und körper-lichen Kräfte entfernt. Elspat empfand anfänglich großeFurcht wegen seiner unzusammenhängenden Reden und wegenseines unregelmäßigen Pulses; sie wandte jedoch Mittel an,welche ihre Kcnntniß ihr eingab, und hatte im Laufe derNacht das Vergnügen, daß er wiederum in einen tiefen Schlafsank, welcher wahrscheinlich den größeren Theil der Wirkungender Mittel hinwegnahm, denn gegen Sonnenaufgang hörte sie,wie er-aufstand und seine Mütze verlangte. Diese hatte sie