folgte, daß man den neu ausgehobenen hochländischen Rekru-ten die Natur einer militärischen Anwerbung kaum begreiflichmachen konnte, wodurch ein Mann gezwungen ward, längerals er will, im Heere zu dienen ; vielleicht hatte man sich beimanchem Beispiele nicht genug Mühe gegeben, um bei derAnwerbung den Rekruten die bleibende Verpflichtung, welchesie eingingen, darzulegen, damit sie nicht wegen einer solchenEnthüllung ihren Entschluß änderten. Desertionen warendeßhalb zahlreich unter den neu angeworbenen Regimentern,und der General, welcher in Dunbarton commandirtc, einalter S.oldat, sah kein besseres Mittel, denselben Einhalt zuthun, als daß er ein ungewöhnlich strenges Beispiel an einemDeserteur aus einem englischen Corps geben ließ. Das jungehochländische Regiment wurde gezwungen, bei der Bestrafunggegenwärtig zu sein, welche ein auf persönliche Ehre eifer-süchtiges Volk mit gleichem Schrecken und Widerwillen erfüllte,und Vielen derselben einen nicht unnatürlichen Widerwillengegen den Kriegsdienst einflößte. Der alte General jedoch,der in den deutschen Kriegen seine regelmäßige Schule gemachthatte, hielt an seiner Meinung fest, und machte durch einenTagesbefehl bekannt, daß der erste Hochländer, welcher deser-liren, oder am Ausgange seines Urlaubs nicht erscheinenwürde, wie der Verbrecher gezüchtigt werden solle, dessenStrafe das Regiment angesehen hatte. Niemand zweifelte,daß General — genau sein Wort halten werde, wenn Strengenothwendig sei, und Elspat wußte deßhalb, daß ihr Sohn,wenn er sehen würde, die pünktliche Ausführung seines Be-fehles sei unmöglich, zu gleicher Zeit die Unvermeidlichkeitder auf seinem Ungehorsam gesetzten und entwürdigendenStrafe bedenken müßte, sobald er sich der Gewalt des Ge-nerals wieder anheim gebe-
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