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bedingte Ergebung ihrem Sohne erzwungen und verdächtigerscheinen könne, und ihn veranlassen würde, die Mittel, wo-durch sie seine Abreise zu verhindern hoffte, zu überwachenund zu vereiteln. Ihre heftige, obgleich selbstsüchtige Liebe zuihrem Sohne, welche keine Rücksicht auf das wahre Interessedes unglücklichen Gegenstandes ihrer Anhänglichkeit begreifenkonnte, glich der instinktartigen Zärtlichkeit der Thiere für ihreJungen; während sie in der Zukunft etwas weiter als Ge-schöpfe auf der niedern Stufe des Daseins blickte, empfandsie allein, daß Trennung von Hamish für sie dem Tode gleich-komme.
In dem kurzen ihnen gestatteten Zeitraum erschöpfte Els-pat jede Kunst, welche die Liebe ihr eingeben konnte, um ihmden Aufenthalt, so lange derselbe ihm gestattet war, bei ihrangenehm zu machen. Ihr Gedächtniß führte sie in frühereTage zurück, und ihr Borrath von Sagen, welche zu allenZeiten das hauptsächlichste Vergnügen des Hochländers in sei-nen ruhige» Stunden ausmachen, war durch eine sonst unge-wöhnliche Bekanntschaft mit den Liedern der alten Bardenund den Ueberlieferungen der berühmtesten Geschichtenerzählervermehrt. Ihre emsige Sorgfalt auf die Behaglichkeit ihresSohnes war so unaufhörlich, daß dieselbe ihm sogar lästigwurde; er bemühte sich, sie mit ruhigen Vorstellungen zurück-zuhalten, daß sie zu viel persönliche Mühe sich gebe, um dasblühende Haidekraut für sein Lager zu suchen, oder ein Mahlzu seiner Erfrischung zu bereiten. „Laßt mich allein, Hamish,"pflegte sie bei solchen Gelegenheiten zu erwidern, „Ihr folgtEurem Willen, indem Ihr Euch von Eurer Mutter scheidet;laßt Eure Mutter dasjenige thun, was ihr Vergnügen ge-währt, so lange Ihr bleibt."
Sie schien mit den ihretwegen von ihm getroffenen An-