Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
478
Einzelbild herunterladen
 

478

Eure Stirn vor dem zornigen Gesicht eines bärtigen Mannesrunzeln werdet."

Schweigt, Mutter, oder sprecht von Dingen, die Ihrversteht," sagte Hamish sehr gereizt;sprecht vom Rocken undder Spindel."

Dachte ich an den Rocken und an die Spindel, als ichEuch auf dem Rücken durch das Feuer von sechs sächsischenSoldaten forttrug, als Ihr noch ein winselndes Kind wart?Ich sage Euch, Hamish, ich weiß tausendmal mehr von Flintenund Degen, als Ihr jemals wissen werdet; Ihr werdet nie-mals soviel von edlem Kriege durch Euch selbst lernen, wieIhr gesehen habt, als Ihr in meinen Mantel gewickeltwart."

Ihr seid wenigstens entschlossen, mir keinen Frieden zuHaus zu lassen, Mutter, allein das muß ein Ende-nehmen,"sagte Hamish, als er in der erneuten Absicht, die Hütte zuverlassen, aufstand und nach der Thüre zu ging-

Bleibt, ich befehle es," sagte seine Mutter,oder mag dieFlinte, die Ihr tragt, das Mittel Eures Unterganges seinmag der Weg, den Ihr betreten wollt, der Weg Eures Lci-chcnzuges sein!"

Warum braucht Ihr solche Worte, Mutter?" sagte derjunge Mann, indem er sich etwas umwandte; sie sind nichtgut, und können keine guten Folgen haben. Lebt wohl, Ihrseid jetzt zu zornig, um mit mir zu reden lebt wohl, eswird lange dauern, ehe ihr mich wiederseht."

Er ging fort, seine Mutter sandte ihm im ersten Ausbruch-ihres Zornes ihre Flüche nach, und rief dann dieselben aufihr eigenes Haupt zurück, damit sie das ihres Sohnes schonenmögten. Sie verbrachte diesen Tag und den nächsten in allerHeftigkeit machtloser und ungezügelter Leidenschaft, indem sie