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bald den Himmel und Geister anrief, die in den von ihr ge-kannten Sagen vorkamen, ihr den Sohn, „das Kalb ihresHerzens," zurückzugeben, bald aber im heftigen Zorn bedachte,mit welchen bitteren Ausdrücken sie seinen Ungehorsam beiseiner Rückkehr schmähen könne, und endlich wieder die zärt-lichste Sprache überdachte, um ihn an seine Hütte zu fesseln,welche sie, wenn ihr Sohn gegenwärtig sei, in dem Entzückenihrer Liebe nicht mit den Gemächern im Schlosse von Tap-mouth vertauschen mögtc.
Zwei Tage gingen vorüber, während welcher nur dieStärke eines an Mühseligkeiten und Entbehrungen jeder Artgewöhnten Körpers sie am Leben erhalten konnte, obgleich fiebei ihrer Scelenangst ihre körperliche Schwäche nicht merkte;sie vernachlässigte nämlich die unbedeutenden Mittel des Un-terhaltes, welche ihre Lage darbot. Ihre Wohnung mar da-malS dieselbe Hütte, neben welcher ich sie gefunden hatte,damals aber bewohnbarer durch die Bemühungen ihres Soh-nes, der fie zum großen Theil gebaut und umgcbefferthatte.
Am dritten Tage nach dem Verschwinden ihres Sohnes,als sie nach der Gewohnheit der Hochländerinnen, wenn sieSeelen- oder Körperschmerz leiden, hin- und herrückend an derThüre saß, trat der damals seltene Umstand ein, daß ein Rei-sender auf der Landstraße über der Hütte — damals ein sel-tenes Ereigniß — erblickt wurde. Sie warf ihm nur einenBlick zu — er saß zu Pferde; somit konnte cs Hamish nichtsein, und Elspat bekümmerte sich nicht genug um andere irdi-sche Wesen, als daß sie ihre Augen ein zweites Mal auf ihngerichtet hätte. Der Fremde jedoch hielt der Hütte gegenüberan, stieg von seinem Klepper und führte denselben den steilenund beschwerlichen Weg hinab, welcher zu ihrer Thüre leitete.