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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
469
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schnitt diese Ausdrücke des Mitgefühls dadurch ab, daß siemit finsterer Stimme und ohne den Ausdruck ihrer Züge oderihrer Stellung im Geringsten zu verändern, mir zur Antwortgab:Tochter der Fremden, wer hat Euch meine Geschichteerzählt?" Damit wurde ich zum Schweigen gebracht und em-pfand, wie alle irdische Behaglichkeit von einer Seele geringgeschätzt werden mußte, welcher solche Gegenstände wie dieihrigen zum Grübeln geboten waren. Ohne wiederum dieEröffnung eines Gespräches zu versuchen, nahm ich aus mei-ner Börse ein Geldstück, (denn Donald hatte mir gesagt, daßsie von Almosen lebe) indem ich erwartete, sie werde wenig-stens ihre Hand zum Empfang desselben auöstrecken. Alleinsie nahm weder die Gabe an, noch wies sie dieselbe zurücksie schien sogar sie nicht zu beachten, obgleich sie wenigstenszwanzigmal mehr werth war, als dasjenige, was ihr gewöhn-lich angeboten wurde. Ich war genöthigt, das Geldstück aufihr Knie zu legen und sagte dabei unwillkürlich, «möge GottEuch verzeihen und Euch erlösen!" Ich werde niemals denBlick, den sie zum Himmel richtete, noch den Ton vergessen,womit sie mit den Worten meines alten Freundes John Homeausrief:

«Mein schöner, tapferer Sohn!"

Es war die Sprache der Natur und entsprang aus demHerzen einer ihres Sohnes beraubten Mutter, ebenso wie ausder Einbildungskraft des begabten Dichters, welcher dem er-dachten Grame der Lady Randolph den geeigneten Ausdruckverleiht.