gaben und den ausgedehnten Kreis unserer Vergnügungen zuerlangen suchen.
Ich wurde in dieser Meinung durch die Eigenthümlich-keiten des Dialekts bestärkt, dessen Frau Baliol sich bediente.Derselbe war schottisch, und zwar so entschieden schottisch,daß er oft Phrasen und Worte enthielt, die man gegen-wärtig nur selten gebraucht; allein ihr Ton und ihre Aus-sprache waren so verschieden von dem gewöhnlichen schottischenPlatt, wie die Sprache im Palast von St. James von der-jenigen des Fischmarktes in London. Die Vokale wurdennicht viel breiter als in der italienischen Sprache ausge-sprochen, und es fand sich nicht der unangenehme gezogeneNascnton, welcher für die südlichen Ohren so unangenehm ist.Kurzum es schien das Schottische zu sein, wie es am altenHofeSchottlands gesprochen wurde, eine Sprache, mit welchersich keine Vorstellung von Gemeinheit verbinden ließ; die leb-hafte Weise und die Bewegungen, womit sie ihre Wortebegleitete, stand mit dem Schall der Stimme und dem Siplder Rede in solcher Uebercinstimmung, daß ich ihr nicht einenverschiedenen Ursprung zuschreiben kann. Geht man weiterzurück, so läßt sich vielleicht das Wesen des schottischen Hofesauf den französischen zurückführen, womit derselbe sicherlicheine Verwandtschaft hat; ich will aber in dem Glauben lebenund sterben, daß das Benehmen der Frau Baliol, ebensoangenehm als eigentümlich, in direkter Abstammung von denhohen Damen herzulciten ist, welche vor Alters durch ihreGegenwart die königlichen Hallen von Holyrood schmückten.