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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
440
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Mädchenpension, statt einer einzigen alten Dame von mehr wie8v Zähren, als Aufseherin hätte vienen können. Je nachdemes das Wetter erlaubte, saß Frau Alice in pflichtmäßigerEntfernung von der Gesellschaft auf einem Lehnstuhle hinterdem vorragenden Kamingesims oder in einer Fenstervertiesung,und arbeitete mit unermüdlichem Eifer in einem karthäuser-ähnlichen Stillschweigen an einer Stickerei, welche kein üblesSinnbild der Ewigkeit zu sein schien.

Mittlerweile habe ich es jedoch unterlassen, meine Freun-din selbst bei dem Leser einzuführen, wenigstens soweit Wortedie Eigenthümlichkeiten bezeichnen können, wodurch ihr Aeußc-res und ihr Gespräch sich auszeichnete.

Sie war eine kleine Frau mit gewöhnlichen Zügen undeiner gewöhnlichen Gestalt, und mit einem Haare, welchesin ihrer Jugend keine bestimmte Farbe gehabt hatte; wirdürfen deßhalb der Aussage der Frau Martha glauben, daßsie niemals durch persönliche Reize auffiel, ein be-scheidenes Zugeständniß, welches gewisse alte Damen, ihreZeitgenossen, bereitwillig bestätigten, welche.jetzt, von welcherArt auch nach den von ihnen gegebenen Winken ihre Vortheilein der Jugend gewesen sein mochten, sowohl im Aeußern wiein jeder andern Beziehung meiner ausgezeichneten Freundinbei weitem untergeordnet waren. Frau Martha's Zügewaren von dauerhafter Art; ihre Unregelmäßigkeit war jetztvon keiner Bedeutung mehr, wenn dieselben von der Lebhaf-tigkeit der Unterhaltung beseelt wurden; ihre Zähne warenausgezeichnet und ihre Augen, obgleich stark zum Grau ge-neigt, lebhaft lachend und vor der Zeit nicht verdunkelt. Einleichtes Dunkel der Gesichtsfarbe, welches glänzender war,als ihr Alter verhieß, erweckte gegen meine Freundin beiFremden den Verdacht, daß sie ihre ausländischen Gewöhn-