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heilen bis zur klugen Anwendung der Schminke ausgedehnthabe. Dieß aber war eine Verläumdung; wenn sie nämlicheiner interessanten und rührenden Geschichte zubörte oder einesolche erzählte, so sah ich, daß ihre Farbe kam und schwand,wie bei einem Mädchen von 18 Jahren-
Ihr Haar, wenn es auch früher nicht schön gewesen war,bot jetzt das schönste Weiß, welches die Zeit bleichen konnte,und ward mit einiger Absichtlichkeit, obgleich in möglichst ein-facher Weise geordnet, so daß es niedlich geglättet untereiner Haube von brüffeler Spitzen erschien, die zwar einealtmodische aber nach meiner Meinung hübsche Form hatte,welche unzweifelhaft einen Namen besitzt, worauf zurückzu-kommen ich mich bemühen würde, wenn ich meine Beschrei-bung dadurch verständlicher machen könnte. Ich glaube vonihr gehört zu haben, daß diese Lieblingshaube diejenige ihrerMutter war und zugleich mit einer gewissen Pcrrükenart inMode kam, welche die Herren zur Zeit der Schlacht von Ra-millieS trugen. Ihre übrige Kleidung war stets ziemlichkostbar und prächtig, besonders des Abends. Ein Kleid vonSeide oder Atlas von einer ihrem Alter geziemenden Farbeund von einem Schnitt, welcher sich zwar in gewissem Gradeder gegenwärtigen Mode fügte, allein immer eine Beziehungzu einer entfernteren Periode darbot, hatte einen dreifachenSpitzenbesatz, ihre Schuhe hatten Schnallen mit Diamantenund reichten ein wenig über die Fersen, ein Vortheil, welchervon ihrer Jugend stammte, und welchen im Alter aufzugebcn,die Gestalt ihres Fußes, nach ihrer Angabe, nicht gestattete.Sie trug stets Ringe, Armbänder und andere Zicrrathen vonWerth, entweder wegen des Materials, oder wegen der Ar-beit ; sie war vielleicht in dieser Art Putz zu verschwenderisch.Sie trug diese Zierrathen jedoch nur als Gegenstände unter-