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wurde durch den Tod von mehreren tapferen Brüdern be-trächtlich vergrößert, welche nach einander in den Heeren ihresVaterlandes fielen; somit gingen die Familiengüter zuletztauf das einzige überlebende Kind des alten Hauses BethuneBaliol über. Meine Bekanntschaft mit der ausgezeichnetenDame wurde bald nach diesem Ereigniß geschlossen, als die-selbe im Alter schon ziemlich vorgerückt war. Wenn sie inEdinburg sich aufhielt, wo sie regelmäßig den Winter zu-brachte, bewohnte sie eines der alten Hotels, welche sich nochvor Kurzem in der Nähe von Canongate und von PalastHoly Rood befanden — Hotels, welche von der gegenwärtigschmutzigen und gemeinen Straße durch gepflasterte Höfe undGärten von einiger Ausdehnung getrennt, den ziemlich schlech-ten Eingang durch etwas aristokratischen Prunk und Abson-derung ausglichen, sobald man einmal deren Bereich betretenhatte. Ihr Haus ist jetzt niedergeriffen, sowie jedes alteDenkmal der schottischen Hauptstadt durch Neubauten oderFeuersbrünste wahrscheinlich bald gänzlich zerstört sein wird-Ich verweile jedoch bei den Erinnerungen an dem Platz, undda die Natur einen Pinsel mir versagt hat, als sie mir eineFeder in die Hand gab, so will ich mich bemühen, die Zeich-nung durch Worte zu ersetzen.
Baliolhouse oder Lodge, wie die Wohnung meist genanntwurde, streckte einen hohen Haufen von Schornsteinen empor,unter denen einige Thürmchcn und kleine Söller über dieübrigen und neueren hervorragten, welche die Südseite vonCanongate nach dem unteren Ende der Straße und nicht weitvom Palaste begrenzen. Eine Wagenthüre mit einem Pfört-chen für Fußgänger wurde bei paffender Gelegenheit von ei-nem lahmen, großen, ernsten und mageren alten Manne auf-geschlossen, welcher eine Hütte am Thore bewohnte und das