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Testamentsvollstrecker befand sich ebenfalls in dem Paket; eshieß darin, dieselbe hätten in ihrem letzten Willen vorgefun-den, daß mir darin ein Gemälde von einigem Werth, welchesin den Raum über meinem Schrank paffe, und 5v Guineenzum Ankauf eines Ringes vermacht seien. So trennte ichmich mit aller Freundlichkeit, die wir viele Jahre lang gegeneinander bewahrt hatten, von einer Dame, welche, obgleichalt genug, um die Gefährtin meiner Mutter sein zu können,durch Heiterkeit des Gemüths und bewunderungswürdigeSanftmuth des Charakters eine angenehme und sogar auf-regende Gesellschafterin für diejenigen war, welche sich durchSchreiben in die Stimmung der Jugend zu versetzen wün-schen — ein Vortheil, den ich schon seit 35 Jahren verlorenhabe- Ich konnte leicht errathen, von welcher Art der Inhaltdes Paketes war, und habe denselben schon zum Theil imletzten Kapitel angedeutet; um jedoch den Leser von denEinzelnheitcn zu unterrichten, und um mir zu gleicher Zeitdas Vergnügen zu gewähren, mich an die Tugenden und dieangenehmen Eigenschaften meiner Freundin zu erinnern, sogebe ich hier eine kurze Skizze von ihren Sitten und Ge-wohnheiten.
Frau Martha Beihune Baliol war eine Person von Ver-stand und Vermögen nach schottischem Maßstab. Ihre Familiewar reich und ihre Verwandten befanden sich in achtbarerStellung. Sie pflegte nicht gern ihr Alter genau anzugeben,allein ihre jugendlichen Erinnerungen reichten bis über dieEreignisse von 1748 hinaus; sie erinnerte sich noch sehr wohl,wie die hochländischen Clans sich in den Besitz der schottischenHauptstadt gesetzt hatten, obgleich wahrscheinlich nur in einemunbestimmten Bilde. Ihr Vermögen, welches ihr durch dasTestament ihres Vaters zur eigenen Verfügung gestellt war,