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einen Tag Bedenkzeit aus; ihr Nachdenken aber hatte bis zuunserer nächsten Zusammenkunft ihr nur Einen Einwurf ein-gegeben, welcher sonderbar genug war.
' „Euer Gnaden," so redete sie mich jetzt an, „wogten wohlin eine der schönen Straßen der Stadt ziehen; Janet willaber nicht an einem Orte wohnen, wo Polizei und Gerichts-diener nebst Häscher» und anderen ähnlichen Dieben undGesindel, einen Herrn beim Kragen packen können, weil dem-selben wenige Thaler in der Börse fehlten. Ich habe im schö-nen Thale Tomanthoulick meine Jugend zugebracht. Hättesich dort Etwas von dem Gesindel gezeigt, so würde meinVater darauf geschossen haben, und er konnte einen Rehbockauf so viele gemessene Ellen wie irgend ein Anderer seinesStammes treffen. Hier ist der Ort frei von ihnen, denn siedürfen nicht ihre Nase über den Rinnstein -inausstecken. Ja-nct ist Niemanden Geld schuldig, mag aber nicht zusehen, wieehrliche Leute und hübsche Herren in's Gcfängniß gebracht wer-den, sie mögen wollen oder nicht, und wenn Janet einem derSchufte mit der Feuerzange über den Kopf schlüge, so würdedas Gesetz einen harten Namen dafür haben."
Ich habe es durch Lebenserfahrung erlernt, niemals ver-ständige Vorstellungen zu machen, wenn man ebenso wohl mitUnsinn seinen Zweck erreichen kann. Ich hätte nur mit gro-ßer Schwierigkeit diese praktische und uneigennützige Bewun-dererin und Vertreterin der Freiheit überzeugen können, daßVerhaftungen selten oder niemals in den Straßen von Edin-burg vorkämen; hätte ich sie von der Gerechtigkeit und Noth-wendigkeit derselben überzeugen wollen, so hätte ich eine ebensoschwierige Aufgabe wie ihre Bekehrung zum protestantischenGlauben übernommen. Ich gab ihr deßhalb die Versicherungmeiner Absicht, daß ich jetzt in das von ihr bewohnte Stadt-