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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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gebildete, so war sie laut genug. Sie liebte meine Muttermit der aufopfernden Anhänglichkeit einer jüngeren Schwester,war aber eben so eifersüchtig auf ihre Gunst gegen Jeder-mann, als sei sie der alte Ehemann einer gefallsüchtigen Fraugewesen. In ihrem Tadel.war sie eben so streng wie eineAebtissin gegen ihre Nonnen. Die Herrschaft, welche sie übermeine Mutier übte, war wie ich besorge, die eines starken undentschlossenen Charakters über eine schwache und an den Ner-ven leidende Person; obgleich Christie Steele dieselbe mitKraft übte, so leitete sie nach ihrer Meinung wenigstens ihreGebieterin auf die beste und geeignetste Bahn; auch wäre sielieber gestorben, als daß sie eine andere Verfahrungsweise ihrancmpfohlen hätte. Die Anhänglichkeit dieses Weibes warauf die Familie Croftangry beschränkt, denn sie hatte nur we-nig Verwandte, und ein liederlicher Vetter, mit dem sie sichschon ältlich verheirathet hatte, war schon vor langer Zeitgestorben.

Gegen mich hegte sie stets einen starken Widerwillen. So-gar von frühester Kindheit an war sie, so sonderbar es auchscheinen mag, eifersüchtig auf meinen Antheil an der Liebemeiner Mutter; sie betrachtete meine Schwächen und Lastermit Abscheu und ohne ein einziges Gran Nachsicht; sie verziehmir nie die Schwächen mütterlicher Liebe, sogar als ich durchden Tod zweier Brüder das einzige Kind einer Wittwewurde. Zur Zeit als mein unordentlicher Lebenswandel meineMutter Glentanner zu verlassen und sich auf ihren Wittwen-sitz zurückzuziehen bewog, tadelte ich immer Christie Steele,daß sie auf deren Zorn Einfluß geübt und verhindert habe»meine Versprechungen der Besserung zu beachten, welche da-mals aufrichtig und ernstlich gemeint waren, und vielleicht dieCharakterveränderung beschleunigt haben würden, welche seit-