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Gespräche leihen, als er mit ihr weiter ritt. Er sprach vonden gefallenen Räubern, als seien es Engländer, welche einVergnügen in Uebung von Unterdrückung und Grausamkeitengegen reisende schottische Damen übten, deren Sache deßhalbdie Kämpfer Schottlands vertreten müßten, so lange Blut inihren Adern fließe. Er sprach von der Ungerechtigkeit desNationalkrieges, welcher einen Vorwand für Plane solcherUnterdrückung darbiete, und die Dame, welche soviel von derEinmischung der Engländer in die Angelegenheiten Schott-lands gelitten hatte, stimmte bereitwillig mit den Gefühlenüberein, welche er über einen Gegenstand aussprach, diesie als unheilvoll zu betrachten so sehr berechtigt war. IhreAntwort wurde mit der Lebhaftigkeit einer Person gegeben,welche keine Bedenken tragen würde, im Fall die Zeiten einBeispiel erheischten, sogar mit ihrer Hand die Rechte zu ver-treten, für welche ihre Zunge sprach.
Im Wohlgefallen über die von ihr ausgedrückten Gedankenund durch einen geheimen Zauber ihrer Stimme getroffen,welcher, einmal dem menschlichen Herzen eingeprägt, durcheine lange Reihe nachfolgender Ereignisse aus der Erinnerungselten vertilgt wird, war er beinahe überzeugt, daß die Töneihm bekannt seien, und einstens den Schlüssel zu seinen innig-sten Gefühlen gebildet hätten. Während der weiteren Reisewurde des Ritters aufgeregter Seelenzustand eher gesteigertals vermindert, Ereignisse seiner frühesten Jugend wurdenihm durch so unbedeutende Umstände wieder vorgeführt, daßdieselben unter gewöhnlichen Umständen gar keine Wirkungauf ihn hätten machen können; die Gefühle schienen denjenigenähnlich, welche sein früheres Leben ihm aufdrängte, und er hattesich beinahe eingeredet, daß die Morgenröthe des Tages für ihn derAnfang gleich sonderbaren und außerordentlichen Schicksals sei.