schotttischen Parlaments machte, welches sie in den Besitz derGüter ihres Vaters setzte, bestand darin, daß sie ihrem aben-teuerlichen Geiste und den Gefahren sich hingab, denen ihrGeschlecht sich gewöhnlich nicht unterzieht; die Dame vonHautlicu war nicht allein eine sühne Jägerin, sondern siesoll sogar das Schlachtfeld nicht gescheut haben- Sie blieb denPolitischen Grundsätzen treu, welche sie während ihrer Jugendergriffen hatte; es schien, als ob sie den tapferen Entschlußhege, den Gott Cupido von der Mähne ihres Rosses abzu-schütteln , wo nicht ihn von dessen Füßen zertreten zu lassen-Fleming, obgleich er aus der Nähe der Grafschaften Lan-nark und Apr verschwunden war, machte einen Versuch, sichbei Lady Hautlicu zu rechtfertigen; diese jedoch schickte seinenBrief uneröffnet zurück, und blieb allem Anschein nach ent-schlossen, niemals wieder auf ihr früheres Verlöbniß zurückzu-kommen. In einer späteren Zeit des Krieges mit England,als Fleming eines Abends nach dem gewöhnlichen Verfahrenderer, die Abenteuer suchten, die Grenze durchreiste, ereignetees sich, daß eine auffallend gekleidete Dienerin um den Schutzseines Armes im Namen ihrer Dame nachsuchte, welche, wiesie sagte, spät am Abend von Räubern zur Gefangenen ge-macht war, die sie mit Gewalt durch den Wald schleppten.Flemings Lanze wurde natürlich gegen die Mifsethäter einge-legt, und wehe dem, welcher den Stoß derselben empfing;der Erste fiel ohne weiteren Kampf, und ein Anderer erlittdasselbe Schicksal nach etwas längerem Widerstande. DieDame, von dem Stricke befreit, welcher ihr die Freiheit, sichzu bewegen, benahm, trug kein Bedenken, sich dem bravenRitter anzuschließen, von welchem sie erlöst war, und obgleichdas Dunkel ihr nicht gestattete, ihren alten Liebhaber alsBefreier zu erkennen, so mußte sie doch ein williges Ohr dem
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