Douglas nicht verschmähen wird, welche.das Schicksal desKrieges in seine Hand gab."
Als Sir John de Walton diese unerwartete Entscheidungvernahm, blickte er empor, wie der Reisende, welcher entdeckt,daß die Sonnenstrahlen die Wolken eines Ungewitters durch-brechen und zerstreuen, nachdem dasselbe ihn einen ganzenMorgen begleitet hat. Lady von Berkeley gedachte der Würde,welche ihrem Range geziemte, und bewies der Ritterlichkeitdes Douglas ihre Anerkennung. Indem sie eilig die Thränentrocknete, welche ihr wider ihren Willen aus den Augen flößen,so lange die Sicherheit ihres Liebhabers und ihre eigene aufdem ungewissen Ausgang des Zweikampfes beruhte, nahm fiewieder einen Ausdruck an, wie er sich für eine Heldin jenerZeiten eignete, die keine Abneigung gegen die Wichtigkeit undBedeutung empfand, welche ihr nach der allgemeinen Rich-tung des Ritterthums jener Zeiten beigelegt wurde. Sieschritt voran, indem sie ihre Gestalt anmuthig, wenn auchbescheiden, in der Stellung einer Dame hielt, welche schongewohnt war, in Schwierigkeiten, wie den jetzigen, die Ent-scheidung zu geben, und sprach zur Versammlung in einemTone, der für die Göttin des Krieges nicht ungeziemend ge-wesen wäre, wenn dieselbe am Schluß eines an Tobten undSterbenden reichen Kampfes ihren Einfluß geltend machenwürde.
„Der edle Lord Douglas," sagte sie, „soll nicht ohne Be-lohnung das Feld verlassen, welches er auf so edle Weisegewonnen hat. Diese reiche Schnur von Brillanten, welchemein Ahne aus der Beute des Sultans von Trapezunt er-hielt, wird geehrt sein, wenn sie unter der Rüstung desDouglas eine Haarlocke der glücklichen Dame trägt, welcheDas geführt. Schloß n. and. Erzähl. 21