geringerer Geschwindigkeit parirt. Als Douglas sah, daßder Kampf bald beendet werden müßte, gab er großmüthigein Zeichen, der Gegner möge auf einen Augenblick seine Handanhalten. „Tapferer de Walton," sagte er, „zwischen unsherrscht keine tödtliche Feindschaft, und Ihr müßt anerkennen,daß Douglas in diesem Waffengange, ob er gleich nichts wei-ter als Schwert und Mantel besitzt, sich eines entscheidendenVortheils enthalten hat, als das Glück der Waffen denselbenmehr als einmal ihm darbot. Meines Vaters Haus, dasweitgedehnte dasselbe umringende Landgut, die Wohnung unddie Gräber meiner Ahnen bieten einem Riiter einen genügen-den Lohn zum Kampfe, und erheischen von mir in gebieteri-scher Stimme die Fortsetzung des Krieges für einen solchenLohn, während Ihr der edlen Dame in aller Ehre und Sicher-heit so willkommen seid, als hättet Ihr dieselbe aus denHänden des Königs Edward selbst erhalten. Ich gebe Euchmein Wort, daß die äußerste Ehre, welche sich einem Gefan-genen erweisen läßt, und eine sorgfältige Vermeidung vonAllem, welches einer Beschimpfung oder Beleidigung gleichenwürde, dem Sir John de Walton zu Theil werden soll, wenner das Schloß und sein Schwert dem James Douglas über-liefert."
„Es ist vielleicht das Schicksal, wozu ich bestimmt bin,"erwiderte Sir Walton, niemals aber will ich es freiwilligwählen, und niemals soll man von mir sagen, daß meine ei-gene Zunge dieses verhängnißvolle Wort aussprach, wo nichtin den Augenblicken höchster Noth, wenn ich zugleich die Spitzemeines Schwertes gegen meine eigene Brust richten würde.Pembroke ist mit seinem ganzen Heere auf dem Marsche, umdie Garnison von Douglas zu entsetzen; ich höre sogar jetztdas Gestampf seiner Rosse; ich werde meinen Platz behaupten,