tragen hatte; er gewann sogleich wieder den von ihm verlor-nen Vortheil und konnte in dem jetzt nahenden Schluß desKampfes seinem Gegner ein Bein stellen, welcher auf dasPflaster stürzte, während die Stimme seines Siegers, wennman denselben als solchen bezeichnen konnte, durch die Kirchemit den Worten ertönte: »Ergib dich, Aymer de Valence —Lösung oder keine Lösung — ergib dich," fügte er hinzu, alser sein Schwert an den Hals des gefallenen Ritters setzte,»nicht mir, sondern dieser edlen Dame, auf Lösung oder keineLösung."
Mit schwerem Herzen bemerkte der englische Ritter, daßer eine so günstige Gelegenheit, Ruhm zu erlangen, verlorenhabe, und genöthigt wurde, sich seinem Schicksal zu unter-werfen, oder den Tod zu wählen. Es wurde ihm nur derTrost geboten, daß kein Kampf ehrenvoller durchgeführt wor-den war, und daß er eher durch Zufall als durch Tapferkeitseines Gegners verlor.
Das Schicksal des in die Länge gezogenen und verzweifel-ten Kampfes zwischen Douglas und de Walton blieb nichtlänger ungewiß; die Zahl der Siege im Einzelkampfe, welcheDouglas in diesen Kriegen errungen hatte, war wirklich sogroß, daß es zweifelhaft war, ob er nicht an persönlicherKraft^und Geschicklichkeit sogar den Bruce übertreffe; er wardwenigstens als demselben gleichstehend in der Kunst des Krie-ges anerkannt.
Der Stand des Kampfes aber war solcher Art, nachdemer 2/4 Stunden gedauert hatte, daß sowohl Douglas wieWalton, deren Nerven nicht von wirklichem Eisen waren,einige Zeichen zu geben begannen, daß sie an ihrem mensch-lichen Körper die Wirkung der furchtbaren Anstrengung em-pfänden. Ihre Streiche wurden langsamer geführt und mit