Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
314
Einzelbild herunterladen
 

314

kaum dem Fortgang des Kampfes mit den Augen folgen,welcher eher einem Gewitter im Gebirgslande, als den Strei-chen und dem Pariren zweier Schwerter glich, das eine aufder Seite des Angreifenden, das andere zur Ausführung derVertheidigung.

Die Schläge Beider wurden mit überraschender Geschwin-digkeit ausgewechselt, und obgleich die zwei Kämpfenden demDouglas und dem Walton darin nicht gleichkamcn, daß Beideeinen gewissen Grad der Zurückhaltung in Folge ihrer gegen-seitigen Achtung hegten, so.wurde der Mangel an kunstge-rechter Führung des Kampfes durch einen Grad von Wuthersetzt, welcher dem Zufall einen gleichen Theil des Ausgangesanheimgab.

Als die Gefolge der Ritter ihre Vorgesetzten in so ver-zweifeltem Gefecht erblickten, verhielten sich dieselben nach derdamaligen Sitte ruhig und schauten mit einer Ehrfurcht zu,welche sie instinktartig ihren Befehlshabern und Anführernerwiesen. Ein oder zwei Weiber wurden mittlerweile nachdem Charakter des Geschlechtes aus Mitleid für diejenigenherbeigezogen, welche den Zufälligkeiten des Krieges schonerlegen waren- Der junge Dickson, welcher zu den Füßender Kämpfenden verschied, wurde gewissermaßen durch LadyBerkeley aus dem Getümmel fortgeschafft, bei welcher dieHandlung wegen des beibehaltenen Pilgerkleidcs weniger aus-fallend schien, während sie sich vergeblich bemühte, die Auf-merksamkeit des Vaters von jenem jungen Manne der vonihr übernommenen Aufgabe zuzuwenden.

»Belästigt Euch nicht mit nutzlosen Dingen," sagte deralte Dickson,und wendet nicht Eure und meine Aufmerk-samkeit von Eurer Sicherheit ab. Es ist Douglas' Wunsch,daß Ihr gerettet werdet, und ich betrachte Euch, bei Gott