jenige Andern erwiesen zu haben bereuen, was er nicht vonihrer Hand zu erleiden wünschte."
„Was das betrifft," erwiderte Turnbull, „so hat cs nie-mals eine Zeit gegeben, worin ich nicht einen Streich mitdem besten Mann, welcher jemals lebte, auszutauschen bereitgewesen wäre; befand ich mich nicht in beständiger Ucbungdes Schwertes, so lag es nur daran, daß ich zum Gebrauchder Streitaxt, welche die Engländer eine Partisane nennen,auferzogen wurde, und wie ich glaube, ist der Unterschiedderselben vom Schwert oder Dolch nur gering."
„Der Unterschied ist nicht groß," sagte der Bischof, „ichbesorge jedoch Freund, daß ein Leben, welches Ihr mit derStreitaxt geraubt habt, Euch kein Vorrecht vor demjenigenertheilt, welcher dieselbe That mit irgend einer andern Waffebegeht, oder damit dieselbe Verletzung zufügt."
„Würdiger Vater," sagte der Beichtende, „ich muß einge-stehen, daß die Wirkung der Waffen dieselbe ist, soweit fieden dadurch leidenden Mann betrifft, ich möchte Euch aberum Belehrung bitten, weßhalb ein Mann aus dem Jcdwoodnicht der Gewohnheit seines Landes gemäß, die Angriffswaffebrauchen darf, die seiner Gegend eigenthümlich ist."
„Das Verbrechen des Mordes," sagte der Bischof, „bestehtnicht in der Waffe, womit das Verbrechen vollbracht wird,sondern in der Pein, welche der Mörder seinem Nebenmen-schen zufügt, und in der Verletzung der guten Ordnung, dieer in der lieblichen und friedlichen Schöpfung begeht. WennIhr Eure Reue auf dies Verbrechen wendet, so könnt Ihrerwarten, den Himmel für Euer Vergehen günstig zu stimmenund zugleich den Folgen zu entgehen, die in der heiligenSchrift gegen diejenigen verkündet werden, welche das Blutdes Menschen vergießen."