gen, Anrufungen verdammter Geister, Gottesurthcile, Steru-deutereien und andere grobe und handgreifliche Vergehennennt, wodurch Menschen, welche die Hülfe des Teufels zuerhalten vorgeben, das gemeine Volk ungeachtet der Warnun-gen des geheimen Rathes betrügen. Ich will jedoch damitnicht sagen, daß ich gegen Euch, würdiger Sänger, einenVerdacht hege; Ihr habet Euch in die Versuche, die Zukunftzu erklären, eingelassen, welche jedenfalls gefährlich, und mankann auch sagen, verbrecherisch und zum Theil sogar verräthe-risch sind."
„Es liegt etwas Wahres in demjenigen, was Ihr sagt,"erwiderte der Sänger; „das hat aber auf solche Bücher undManuskripte keine Anwendung, die ich jetzt um Rath gefragthabe. Ein Theil der darin geschriebenen Dinge ist schon ein-getrofscn, und verbürgt uns die Erfüllung der übrigen; auchwürde ich nicht mit großer Schwierigkeit nach diesem BucheEuch darlegen können, daß sehr Vieles sich schon als wahrerwiesen hat, und daß wir deßhalb mit Gewißheit die Erfül-lung des noch klebrigen erwarten können."
„Ich möchte das gerne hören," erwiderte der Soldat,welcher nicht mehr Glauben an Prophezeihungen und Vorbe-deutungen hatte, als es bei Soldaten gewöhnlich ist, jedochdem Sänger bei solchen Gegenständen nicht bestimmt zu wi-dersprechen wagte, da er von Sir John de Walton denAuftrag erhalten hatte, sich nach dessen Launen zu richten-Der Sänger begann somit die Vorlesung von Versen, ausdenen der geschickteste Erklärer unsrer Zeiten schwerlich irgendeinen Sinn wird herausbringen können:
Krähet der Hahn, so hott ihm rein den Kamm,
Denn Fuchs und Marder sind ihm beide Feind.
Hat der Nab' und die Krähe die Runde gemacht,