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Und das Reh auf den Klippen ihm zugestimmt,
So werden sie böse und der Kampf bricht aus.
Dann sträuben die Naben ihr Gefieder,
Und die treuen Männer von Lothian sprengen auf's Pferd;Dann wird das arme Volk zertreten schierUnd die Klöster brennen am Ufer des Tweed;
Gesengt wird und gebrennt und mancher Raub vollbracht;
Kein armer Mann weiß mehr, wem er gehorchen soll;
Gesetzlos wird das Land; die Lieb' ist nicht vorhanden.
Die Falschheit herrscht fünf volle Jahre dann;
Die Wahrheit schwindet; Niemand traut dem Andern.
Kein Vetter wird dem andern Glauben schenken:
Der Vater haßt den Sohn, der Sohn den Vater,
Und mögt ihn hängen lassen, um sein Gut
MS eigen sich zu rauben. .
U. s. w.
Der Armbrustschlitze hörte auf diese geheimnißvolleu Vor-hersagungen, die nicht weniger langweilig als in beträcht-lichem Grade unverständlich waren; er bezwang zugleich seineheißsporn-artige Neigung, sich an der Vorlesung zu langwei-len, tröstete sich in kurzen Zwischenräumen durch eine Be-schäftigung mit der Weinflasche, und suchte dadurch auszu-halten, was er weder verstand, noch sich kümmern ließ. Mitt-lerweile setzte der Sänger seine Erklärung der zweifelhaftenund unvollkommenen Weissagung fort, von welcher wir hiereine genügende Probe mitgetheilt haben.
„Könnt Ihr," fragte er den Armbrustschiitzen, „eine ge-nauere Beschreibung des Elends erhalten, welches in diesenletzten Zelten über Schottland hinweg gegangen ist? Istnicht der Rabe und die Krähe, der Fuchs und der Mardergenug erklärt, und zwar sowohl, weil die Natur der Vögelund vierfüßigen Thiere eine Ähnlichkeit mit den Ritterndarbictet, welche dieselben auf ihren Bannern haben, alsauch, weil dieselben sonst durch die Zeichen der Schilde dar-