Fehde wenigstens so lange, daß ihr zur nächsten Kirche Zweigetragend geht, und zwar nicht mit der prahlerischen Weiseirdischer Sieger, sondern um euch vor den Regeln der ge-segneten Kirche und den Einrichtungen unserer heiligen Re-ligion zu demüthigen."
„Zu dem Zweck war ich, schöne Dame, nach der heiligenKirche von Douglas unterwegs," sagte der Engländer, „alsich so glücklich war, Euch an diesem Orte zu begegnen; auchhabe ich nichts dagegen, jetzt wieder dorthin zu gehen, undeinen Waffenstillstand auf eine Stunde abzuschließen. Auchzweifle ich nicht, dort Freunde vorzufinden, denen ich Euchmit Sicherheit anvcrtraucn kann, im Fall ich unglücklich beidem jetzt abgebrochenen Kampfe sein sollte, welcher nach demGottesdienste wieder beginnen wird."
„Auch ich gehe," sagte der Douglas, „einen Waffenstill-stand von so kurzer Zeit ein, und zweifle nicht, daß guteChristen genug in der Kirche find, welche ihren Herrn nichtim Kampfe überwältigt sehen wollen. Laßt uns dorthingehen, und möge Jeder das Schicksal auf sich nehmen, wel-ches uns der Himmel senden wird."
Aus diesen Worten mußte Sir John de Walton schlie-ßen, daß Douglas einer Anzahl Menschen dort versichertsei, welche sich als seine Anhänger versammeln würden; erhegte aber auch keinen Zweifel, so viele Leute seiner Be-satzung dort zu finden, daß sie jeden Versuch zum AufstandNiederhalten konnten; auch war nach seiner Meinung dasWagniß wohl des Versuches werth, weil er vielleicht sich da-durch eine Gelegenheit verschaffen konnte, die Lady August»de Berkeley in Sicherheit zu bringen, wenigstens in so weit,daß ihre Freiheit von dem Ausgang eines allgemeinen Kam-