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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
274
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Die Zeit entflieht," sagte Douglas,ohne auf unsereEntschließungen zu warten; auch besitzt kein Theil ihres Ver-laufes solchen Werth, wie derjenige, welcher jetzt mit jedemAthemzugc, den wir einhauchen, vergeht; warum sollen wirauf morgen vertagen, was heute geendet werden kann? Wer-den unsere Schwerter schärfer, oder unsere Arme, dieselbenzu führen, stärker sein wie jetzt? Douglas wird Alles thun,was ein Ritter vermag, um Hülfe einer Dame in der Nothzu leisten; er wird jedoch ihrem Ritter nicht das geringsteZeichen von Achtung gewähren, welches Sir John de Wal-ton durch Waffengewalt mir entreißen zu können wähnt."

Mit diesen Worten begannen die Ritter wieder ihren tödt-lichen Kampf, und die Dame war unentschlossen, ob sie dieFlucht auf den verwirrten Pfaden des Waldes versuchen, oderden Ausgang des hartnäckigen Kampfes erwarten solle.Mehr durch den Wunsch, das Schicksal des Sir John deWalton zu sehen, als durch irgend eine andere Rücksicht,ward sie, gleichsam bezaubert auf dem Platze zu bleiben,bewogen, wo einer der heftigsten Kämpfe zwischen zweider tapfersten Ritter geliefert wurde, welche jemals einSchwert zogen. Zuletzt versuchte die Dame den Kampf da-durch zu beendigen, daß sie sich auf das Glockengeläute be-rief, welches zum Gottesdienste des Tages, wie erwähnt, ei-nes Palmsonntages cinlud.

Um des Himmels willen," sagte sie,um Eurer selbst undder Frauenliebe willen, so wie wegen der Pflichten der Rit-terschaft haltet Eure Hände nur. eine Stunde lang zurückund tragt Sorge, daß bei so gleicher Kraft Mittel gefundenwerden, den Waffenstillstand in festen Frieden zu verwandeln;bedenket, dieß ist Palmsonntag; wollt ihr, ein den Christen soeigenthümliches Fest mit Blut beflecken? Unterbrecht eure